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Fidschi Inseln

Wayasewa (Yasawa Islands)

 

Auf geht's zu den Fidschis. Wir haben ehrlich gesagt keinen richtigen Plan was uns erwartet aber wir sind schon sehr gespannt.
Der Langstrecken Flug über Australien wird für mich zur Kräfte Zerreißprobe, hat mich doch mein körperliches Befinden, zwecks der Einnahme des verunreinigten Wassers in Indonesien, fest im Griff.
Aber heeee....es geht auf die Fidschi Inseln, da lassen wir uns doch nicht die Laune verderben.
Ziemlich erschöpft landen wir 14 Stunden später in Nadi (in Fidschi Nandi) auf der Hauptinsel Viti Levu. Für den nächsten Tag weiß ich nur, dass wir von der Leutoka Werft mit einem Fischerboot abgeholt werden, zumindest habe ich das mit der Gastfamilie auf Wayasewa, gehörend zu den Yasawa Islands, so schriftlich abgemacht. Morgens um halb sieben, wir sind noch im Tiefschlaf, klingelt mein Handy. Mehrere Stimmen rufen ins Telefon, davon gehört eine Mali, unserem Gastvater, er würde jetzt von der Insel mit seinem Fiberglasboot losfahren, da es gerade aufgeklart hat. Was wir nicht wissen, dass es gerade eine Woche durchgeregnet hat und er die Gunst der Stunde nutzen möchte. Wir sehen blauen Himmel und Sonne und denken, dies ist immer so auf den Fidschi Inseln. Noch halb schlafend packen wir unsere Habseligkeiten geschwind zusammen, geben unserem Host Rakshay Bescheid, der uns zur etwa 30min entfernten Leutoka Werft fährt. Dort warten wir auf Mali, der uns in sein kleines Fischerboot verfrachtet und brausen mit ihm eine Stunde über den türkisblauen Ozean zur Familienunterkunft auf die Inseln. Schon jetzt kommen wir aus dem Staunen ob der Farbenvielfalt des Ozeans, nicht heraus. Wir erfahren nun, dass wir den den ersten Sonnentag erwischt haben, nachdem es eine Woche auf den Inseln durchgeregnet hat. Wir gelten ab sofort als die, die Sonne bringen. 🤗

 

Mali und Ruci sind unsere Gasteltern und wir dürfen Fidschi Familienleben live miterleben. Sie leben mit ca. weiteren 80 Menschen in einem Dorf direkt am Meer auf der Insel Wayasewa. Das Haus ist aus Holz gebaut und mit grüner Farbe gestrichen. Es gibt keinen Strom auf den Inseln. Ruci & Mali sind eine der wenigen, die eine Solaranlage eingebaut haben.
Es gibt kein Heißwasser und zum Duschen schöpfen und  übergießen wir uns mit Wasser aus einer großen blauen Tonne, die eigens dafür in einem kleinen Raum, draußen am Ende des Hauses auf einer Terrasse, steht. Ruci besteht allerdings auf einer modernen Toilette, die Mali eingebaut hat.
Maximal bis zu 5 anderen Gästen werden wir in den nächsten Tagen sein + die Familie von Ruci & Mali. Vernice und Ratu mit dem Baby Mizzy und Weis der Sohn. Die beiden anderen Söhne schlafen bei Verwandten im Village. 

Wir treffen auf gleich gesinnte Reisende aus aller Herren Länder und mit all möglichen Biografien.

 

Marta und Pawel aus der Slowakei, die in 2020 auf Neuseeland hängen geblieben sind. COVID macht's möglich. Sie sind das erste Mal im Sommer 2022 wieder daheim gewesen und nach 3 Monaten wieder nach Australien abgereist. Sie sind noch nicht fertig mit dem Reisen. Irgendwann wollen sie vielleicht zurück und sesshaft werden.
Nikolas aus Belgien, der mit Unterbrechungen seit 2018 reist. Er ist 25 und will die Welt sehen. Sein Master Studium in Human Resources hat er bereits in der Tasche. Nikolas wird, wie sich noch herausstellt, eine Weile bei uns bleiben und mit uns reisen.
Anna aus Deutschland, die ein glückliches Händchen hatte und seit 1, 5 Jahren die Welt bereist.
Kumiko aus Japan/Hokkaido, die suchende, rastlose Musikerin, die wir noch ein weiteres Mal zufällig treffen werden.
Marc und Rosalie aus Kanada. Beides Rentner, er ehemaliger olympischer Ringer mit Wahnsinns Oberarmen, die jedes Jahr mindestens ein halbes Jahr reisen.


Wir sind um die Mittagszeit da. Mit Paracetamol, Immodium und Elektrolyten vollgestopft, schlafe ich sofort in der Hängematte ein. Pünktlich zum Sonnenuntergang hangle ich mich etwas benommen aus der Matte und geselle mich zu den anderen an den Strand.
Ruci hat mir leichte einheimische Kost vorbereitet. Scharf angebratener Yam (ich kenne die Yamswurzel bereits aus meiner Kindheit in Afrika, ein bisschen ähnlich unserer Kartoffel), der dann seine Bitterstoffe entfaltet. Ich esse ihn mit Salz. Meine erste Mahlzeit seit Tagen. Dazu kaue ich eigens für mich gepflückte Guaven-Blätter, deren bitteren Saft ich dabei schlucke, die zu Brei gekauten Blätter jedoch wieder ausspucke. Ruci kümmert sich um mich wie eine Mutter. Sie flößt mir minütlich Tee ein. Ich gehe früh schlafen. Am nächsten Morgen wache ich erfrischt auf. Die latente Übelkeit ist weg, sowie auch die Bauchkrämpfe. Ich lasse die Medikamente weg und nehme alles aus der Natur, dass Ruci mir gibt. Ich bin so fit, dass ich die anderen zum Schnorcheln mit den Riffhaien begleite. Lutz Bein ist wieder hergestellt und er geht das erste Mal seit Wochen wieder ins Meer. Wir erleben Unglaubliches. Wir werden schon von zig Riffhaien am Riff erwartet. Sie tummeln sich zwischen uns  Schnorchlern. Wir sind zu fünft und bleiben zu fünft. 😄
Das Wasser ist klar und türkisblau. Es ist das erste wunderschön blühende Riff, dass ich in der Form zu Gesicht bekomme und wir haben ja schon einige Schnorchel-Touren hinter uns. Kein Müll weit und breit. Das Riff und die bunte Unterwasserwelt wirken gesund. Ich bin glücklich. Da wir hier auch direkt von unserem Zuhause ein Riff erschnorcheln können, sind wir viel im Wasser.
Wir werden den ganzen Tag von Ruci, unserer Gastmama, einheimisch und mit viel Gemüse aus eigenem Anbau bekocht. Auf den Inseln würde keiner auf die Idee kommen, Gemüse oder Obst zu kaufen. Sie haben alles was sie zum Leben benötigen hier.
Landestypisches Essen ist hier:
- Lovo (im Erdofen gegart, Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse).
- Fafaru (roher Fisch).
- Yam, Casava (Wurzeln, zubereitet wie Kartoffel)
- Kumara (Süßkartoffel, beliebte Beilage).
- Palusami (Päckchen aus Taroblättern, Kokosmilch, Meeresfrüchte oder Corned Beef).
Einschließlich des Kavas, der hier zeremoniell zubereitet und getrunken wird. Hergestellt aus der Yaqona Pflanze (getrocknete Wurzeln der Pfefferpflanze). Er ist leicht bitter, schmeckt & sieht aus wie Matschbrühe und wirkt entspannend auf Geist, Seele und Körper. Kava wird übrigens auch in Psychopharmaka verwendet.
Es ist das Lieblingsgetränk der Einheimischen.


Am nächsten Tag erklimmen wir in halsbrecherischer Manier den Inselberg. Da es in der Nacht geregnet hat, ist der Weg von Schlamm und Geröll geebnet. Einer von Rucis Söhnen begleitet uns mit einer Machete. Wie sich herausstellt, eine ausnehmend gute Idee. Der Dschungelpfad ist an manchen Stellen zugewachsen. Oben angekommen genießen wir eine atemberaubende Aussicht mit 2 Regenbögen.
Unser Tage wechseln sich ab, zwischen Hängematte, schnorcheln, hiken auf der Insel, schnattern mit den anderen Gästen, der Familie und Dorfbewohnern.

 

Nanuya Lailai

 

Nach 3 wundervollen Tagen verabschieden wir uns von der Familie und reisen weiter auf die nächste Insel Nanuya Lailai. Hier ist unter anderem die Blaue Lagune, vielen bekannt aus dem gleichnamigen Film mit Brooke Shields aus dem Jahr 1980. 

Zwischen den Inseln fährt täglich eine Fähre, die an verschiedenen Spots vor den Inseln, die Reisenden einsammelt, die jeweils von den Insulanern mit den Booten, auf die vor Anker liegende Fähre, mitten im Ozean gebracht werden. Die Anreise läuft ebenso. Es warten die jeweiligen Gastgeber von den Inseln in ihren Fiberglasbooten auf ihre Gäste. Man wird sozusagen samt Gepäck umgeladen.

Die Tour von der Hauptinsel bis zur nördlichsten Insel dauert ca. 5 Stunden. Oder man lässt sich von den Gastgebern morgens um 06:00h zum Festland bringen. In der Regel ist das günstiger, die Fähre dafür bequemer. Ein bewährtes System und klappt reibungslos. 

 

Auf der Insel Nanuya Lailai bewohnen wir einen kleinen einfachen Holzbungalow am Meer, der auch zu einem Homestay gehört. Auch hier treffen wir einige Reisende. Nikolas aus Belgien begleitet uns kurzentschlossen ebenfalls auf die Insel und wohnt im Dorm (12 Betten Saal). 

 

Mit uns auf Nanuya Lailai:

Grace aus Kanada, jetzt als Krankenschwester, in Sydney lebend.
Philipp aus Freiburg, der bevor er sich beruflich neu orientiert, in sich kehren möchte.
Jan aus Holland, seit 10 Jahren in Sydney lebend mit seiner Freundin Nikki. Er vertreibt High End Racing Räder. Sie sind die ersten die wir auf unserer gesamten Reise treffen, die schlicht 2-3 Wochen Urlaub machen.
Vitali aus der Ukraine, der nicht zurück kann und nun immer weiter reist.

Ein bunt zusammengewürfelter Haufen an Menschen mit Träumen und den unterschiedlichsten Lebensmodellen, gewollt oder nicht.

 

Diese kleine Insel erkunden wir zu Fuß. Zur blauen Lagune sind es von unserem Homestay aus ca. 25 Minuten. Es ist natürlich traumhaft, wie alle Strände hier. Wir schnorcheln uns auch hier durchs Riff und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Jedes Mal wieder erfasst mich eine himmlische Ruhe ob dieser unendlichen Weite im Ozean, die ohne räumliche oder zeitliche Grenzen scheint.
Am Abend schlendern wir zum Sunset Point, um uns dem Sonnenuntergang zu widmen.
In der Nähe gibt es ein kleines Tea House am Strand, in dem es die besten Donuts auf den Fidschis geben soll. Warm und mit Schokosauce. Grace und Jenny gesellen sich dazu und für den nächsten Tag bestellen wir einen Schokokuchen. Außerdem kaufen wir uns alle eine handgemachte Muschelkette.
Am nächsten Nachmittag schleppen Grace und ich, das gesamte Homestay zum Schokokuchen Essen mit und alle sind begeistert.
Am Vormittag gehen wir mit Philipp schnorcheln, dann reist er ab, weil sein Flug nach Neuseeland geht. Wer weiß treffen wir ihn nochmal auf der Südinsel Neuseelands. We will stay in contact.
Nachmittags überreden wir Vitali mit zum Schnorcheln zu kommen. Das Boot fährt uns an spezielle Stellen und lässt uns in der Tiefe raus, damit wir zum Riff schnorcheln können. Wir zeigen ihm alles und bleiben bei ihm, denn er kann nicht so gut schwimmen, was er uns aber erst im Wasser sagt. 2 x rette ich seine GoPro vom Grund des Meeres. Er lernt schnell und sagt uns, dass sich ihm gerade eine ganz neue Welt eröffnet. Für ihn freue ich mich besonders. 
Am Abend kommen neue Gäste, u.a. ein Paar aus Berlin mit denen wir interessante Gespräche führen aber leider verpassen wir es uns namentlich vorzustellen. Um die Mittagszeit reisen wir ab, zurück zum Festland an die Coral Coast. Nikolas reist mit uns ab, steigt aber 2 Inseln vorm Festland aus und reist nun wieder allein weiter. Er möchte sich noch ein wenig dem Inselhopping widmen.

 

Viti Levu / Coral Coast

 

Grace und Jenny haben uns die Empfehlung fürs Beachouse, einem Surf -Camp gegeben, denn Lutz möchte nun einen Surf Kurs machen (er kann zwar Windsurfen aber Wellen Surfen ist etwas ganz anderes) und ich meine bereits vorhandenen Kenntnisse aus Bali, verbessern.

Der Weg zum Beachhouse hält einige Abenteuer für uns bereit. Mit der Fähre erreichen wir das Festland um 18h. Rakshay unser erster Host, holt uns am Anleger ab und bringt uns zur Central Bus Station.

Unter anderem habe ich ihm die Nummern einiger privater Local Bootsfahrer auf den Inseln besorgt, damit er seinen Gästen auch diese Möglichkeit anbieten kann. Beziehungen sind alles auch auf den Fidschi Inseln, deshalb haben wir uns zügig die Fidschi Connection aufgebaut. Wir empfehlen natürlich an andere Reisende weiter. 

Um 19:00h soll der letzte Bus Richtung Süden fahren, dass Beachhouse ist ca. 2 Stunden südlich von Nadi. Natürlich ist der Bus schon weg aber wir finden gemeinsam mit Rakshay einen Minibus, der uns mitnimmt. Der Minibus kostet uns umgerechnet 7, 50€ pro Person + 3,00€ Gepäck. Günstiger als ein Taxi mit umgerechnet 65,00€. Auf geht die Fahrt. Im Minibus sind außer uns weitere 6 Personen, alles Einheimische. Wir schnattern fröhlich bis zu unserem Stopp ca. eine halbe Stunde vorm Beachhouse. Als wir weiterfahren, erfasst der Minibus einen betrunkenen Mann der über die Straße torkelt und sich am Bus festhalten will. Er fällt direkt vor den Vorderreifen, sein Bein gerät unter die Räder. Es ist grauenvoll. Er brüllt, Menschen kommen von allen Seiten angelaufen und diskutieren darüber, wie man ihn rausziehen könnte. Am Ende klappt es, er wird nach einigem Hin und Her auf die Ladefläche eines Autos gelegt und samt Minibus + uns Insassen und dem Busfahrer geht es zur Polizeistation. Die Polizisten schauen sich den Mann an, anschließend wird er hoffentlich ins Krankenhaus gefahren aber niemand weiß das so genau. Die Befragung und Aufnahme des Unfalls dauert ca. 1,5 Stunden. Wir Insassen werden nicht befragt und warten bei nächtlichen, tropischen Temperaturen und beißenden Mücken auf die Weiterreise. Gegen 00:00h erreichen wir das Surf Camp. Die Mitarbeiter haben noch gewartet, ich hatte den Chef von unterwegs angeschrieben, dass wir uns auf Grund der Umstände sehr verspäten würden. Nichts was die Menschen hier nicht kennen. Wir verabschieden uns alle voneinander, noch ziemlich geschockt von den Ereignissen des Abends.

 

Am nächsten Tagen starten wir unseren Surf Kurs. Auch Grace und Jenny sind vor Ort und gemeinsam starten wir mit Bruce unserem Surflehrer, der übrigens gebürtiger Neuseeländer ist und seit 12 Jahren direkt am Strand als Surflehrer im Beachouse lebt und arbeitet. Es macht einen Heidenspaß und wir können unsere Surf Skills um einiges verbessern. Es gefällt mir hier besser als auf Bali, zumindest als Anfänger. Die Wellen kommen sehr viel entspannter und brechen am Riff (Riffbreak). Auf Bali bricht die Welle auf sandigem Untergrund (Shorebreak), sie ist sehr viel rougher, höher und direkt aufeinander folgend. Kaum Zeit Luft zu holen. 

 

3 Tage bleiben wir, treffen hier nochmal auf Kumiko, unsere japanische Reisebekanntschaft, lernen hier einige junge Leute, wie Mariah aus Holland, Lina aus Österreich und Alessio aus Südafrika kennen, spielen Billard, chillen in den Strand Hängematten unser Leben, schlummern, lesen und schnacken.

Am nächsten Tag geht es zurück nach Nadi natürlich wieder zu Rakshay. Dort treffen wir witzigerweise auf das Berliner Pärchen aus dem Homestay auf der Insel, deren Namen wir nicht kennen. Die Fidschis sind so klein. Hahhaha...aber dieses Mal stellen wir uns vor. Ihr Flug auf die Insel Vanuatu wurde übrigens auf Grund des wütenden Zyklons auf der Insel gestrichen. Jetzt müssen sie schauen, wie und wann sie weiterreisen, denn der nächste Zyklon ist im Anmarsch. Auf der Wetter App sehen wir, dass er an Neuseeland vorbeigeht. 

Am nächsten Mittag bringen uns Rakshay und Dave zum Flughafen. Als wir in die Halle kommen, sehen wir bereits, dass unser Flug nach Auckland wegen eines technischen Defekts ausfällt. Ironie pur, wo doch um uns die Zyklone wüten.

Wer weiß wozu der technische Defekt gut ist. 😯

Der Flug wird auf den nächsten Tag (02.03,) angesetzt. Die Hotelunterkunft und die Verpflegung zahlt die Fluggesellschaft. Also machen wir es uns gemütlich, genießen den Blick auf die Berge und das Hotel mit Spa. 🥳

Die Fidschi Inseln sind für uns ein besonderer, berauschender und paradiesischer Ort. Schon weil man hier eng mit den Einheimischen zusammen ist. Da alles klein und unüberschaubar ist, trifft man auch häufig auf dieselben Reisenden an unterschiedlichen Orten. Es ist fast wie in einem Dorf. Wir haben unsere Zeit hier sehr genossen und wissen das 2 Wochen zu kurz waren. 

 

Eine meiner Lieblingsgeschichten möchte ich hier hinterlassen, denn das ist die Geschichte, die die Fidschis für mich am ehesten beschreiben.

 

"Am Strand irgendwo am Meer lag nachmittags ein Fischer im Schatten und döste gemütlich vor sich hin. Da kam ein Tourist des Weges. Er entdeckte den einheimischen Fischer und wunderte sich darüber, dass er mitten am Tag am Strand herumlag. Schließlich fragte er ihn, was er denn hier tue. „Ich liege hier im Schatten und ruhe mich aus“, antwortete der Fischer.

So fragte der Tourist den Fischer: „Du könntest doch noch einmal mit deinem Boot raus aufs Meer fahren, um noch mehr Fische zu fangen. Die verkaufst du auf dem Markt. Bald kannst du dir ein zweites Boot leisten und weitere Fischer einstellen, die für dich fischen.“ Damit hätte der Fischer noch mehr Ertrag. Es könnte ein Boot ums andere dazu kommen. Eine ganze Fangflotte. Alle würden sie Fische für den Fischer fangen. Er wäre bald reich.

Der Fischer lauschte dem Mann. Schließlich fragte er ihn: „Und dann? Was mache ich dann?“ „Dann bist du so reich, dass du selbst nicht mehr täglich aufs Meer zum Fischen fahren musst,“ antwortete der Tourist.

Der Fischer grübelte und stellte dieselbe Frage wieder: „Und dann?“
Der Tourist meinte dazu: „Dann kannst selbst bestimmen was du machst. Z.B. am Strand liegen und nichts tun, vor dich hindösen.“

„Na,“ antwortete der Fischer „das tue ich doch jetzt auch schon.“

Geschichte von Henrich Böll/ Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral

Wissenswertes zu den Fidschis (Fiji Islands)


Fidschi gehört mit zu den bekanntesten tropischen Inseln im Südpazifik. Der Inselstaat liegt nördlich von Neuseeland und östlich von Australien. Traumstrände, wunderschöne Natur und perfekte Surf-, Tauch- und  Schnorchelbedingungen.


Fidschi wurde von 2006-2014 vom Militär regiert, die Verfassung außer Kraft gesetzt und erst seit 2014 gibt es wieder freie Wahlen.

 

Verhaltensregeln in den Villages (Dörfern) auf den Inseln:
- Geschenk (Bündel Kava oder Tütchen Pulver Kava) mitbringen
- Schuhe vor dem Haus ausziehen.
- Leise reden.
- Dezente Kleidung tragen, Frauen Schultern bedecken und einen Sarong tragen.


Bekommt man zur Begrüßung Kava gereicht, sollte man diesen nicht ablehnen und folgenden Ablauf einhalten:
Vor dem Annehmen der Schale einmal Bula (traditionell für Hallo, schönen Tag) rufen, in die Hand klatschen, die Schale in einem Zug leeren.
Anschließend drei Mal klatschen und sich bedanken (Vinaka). Schale zurückreichen.