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Neuseeland/New Zealand

Die Nordinsel

Auckland & Coromandel Peninsula

 

Neuseeland!😍Neuseeland ist insofern sehr besonders fĂŒr mich als das es das letzte Ziel auf meiner, Ende der 20ziger, geschriebenen Bucketlist ist. Die Liste auf der steht, was man alles noch sehen oder tun möchte, bevor man den Löffel abgibt. TatsĂ€chlich heißt es ĂŒbersetzt, die Löffelliste.

Ja, ich habe mir vorgenommen, bestimmte LĂ€nder bis zu meinem 50zigsten Geburtstag bereist zu haben. 🌏  Ehrlich gesagt ist mir dies erst vor ein paar Tagen wirklich bewusst geworden. Das habe ich geschafft und es fĂŒhlt sich großartig an.💃 Alles was ich zukĂŒnftig bereise ist somit ein Bonus on top.😍

Lutz und ich werden das noch ausgiebig feiern...Juhuuuu.....

 

Neuseeland war immer das Land meiner TrĂ€ume, denn diese Insel, nicht klein und nicht groß, vereint alles an weltweiter Vegetation. Man kann an einem Tag 4 Jahreszeiten erleben, alle 2 Stunden durch völlig andersartige, vielseitige und traumhafte Landschaften fahren und von Italien bis Alaska ist alles dabei. Es ist einfach unglaublich und fĂŒr mich als große Naturliebhaberin ist es einer der spannendsten Orte dieser Welt. Der Weg aus Deutschland hierher ist wohl der weiteste, den man zurĂŒcklegen kann. 26-30 Stunden Flugzeit gilt es einzuplanen und das ist der kĂŒrzeste Flug. Umso schöner, dass wir uns langsam vorarbeiten konnten, denn von den Fidschi Inseln nach Neuseeland betrĂ€gt die Flugzeit nur 2,5 Stunden.😃

 

Am 02.03.2023 landen wir nach einer kleinen Flughafen Odysee / Fidschi Inseln, zwecks Überbuchung des Fluges, letztendlich doch am Nachmittag in Auckland. Die Klimaumstellung nach 4-6 Monaten von tropisch auf maritim subtropisch auf der Nordinsel verkraften wir gut. Auckland empfĂ€ngt uns mit 25 Grad und Sonnenschein satt. Ein Traum.🌞

Das 1840 gegrĂŒndete Auckland mit seinen 50 Inseln und 40 Vulkanen ist die einzige Millionenstadt auf Neuseeland (1,6 der 4,8 NeuseelĂ€nder leben hier) und erscheint schon von oben sehr beeindruckend. 

 

Wir ĂŒbernachten ziemlich zentral Downtown und in der NĂ€he des Yachthafens in einem Hostel. Wir haben ein eigenes Zimmer fĂŒr uns mit Gemeinschaftstoiletten und WaschrĂ€umen auf den GĂ€ngen. Das Hostel ist super und mit 60€ pro Nacht ein SchnĂ€ppchen. Wir mĂŒssen uns nach Asien allerdings an diese Preise erstmal gewöhnen. 😯

 

3 Fortbewegungs-Optionen standen fĂŒr den 6-Wochen-Trip in Neuseeland zur Auswahl:

- Autarken Camper mieten (Kosten min. 13.000-15.000€), dafĂŒr spart man an den CampingplĂ€tzen, da es fĂŒr autarke Camper kostenfreie PlĂ€tze gibt

 

- Camper kaufen und nach 6 Wochen wieder verkaufen (Kosten ca. 10.000-13.000€)

Das war eigentlich der Plan, da es die gĂŒnstigste Option gewesen wĂ€re. 2 Punkte haben uns davon abgehalten. 1. Wir reisen im SpĂ€tsommer/Herbst in Neuseeland. Der Verkauf zur Winterzeit eines Campers ist suboptimal. Also was tun mit dem Camper, falls wir keinen KĂ€ufer finden?! 

2. Die Nordinsel  wurde Mitte Februar von einem heftigen Zyklon getroffen, haben wir Lust auf so ein Abenteuer? Denn es werden weitere Zyklone erwartet, die nicht zwangslĂ€ufig Neuseeland treffen mĂŒssen aber evtl. sehr viel Regen und Sturm bringen können. 

 

- PKW mieten und da wir in der Nebensaison unterwegs sind, gĂŒnstige Übernachtungsmöglichkeiten ausloten und wetterunabhĂ€ngig reisen

 

Wir entscheiden uns noch in Bali fĂŒr Variante 3. Je eher wir den Wagen mieten, desto gĂŒnstiger. Den PKW findet Lutz zum erstaunlichen Preis von 1.864,00€ fĂŒr knapp 6 Wochen. In Neufundland habe ich fĂŒr den Wagen, gleicher Zeitraum, 800€ mehr bezahlt.

 

Nachdem wir im Zeitraum von 3 Tagen in Auckland, den Sky Tower, den Schiffs-und Yachthafen Princess Wharf und Queens Wharf, den FĂ€hrhafen, Downtown, den Auckland Domain Park (Ă€lteste Parkanlage Aucklands), Parnell (Ă€ltester und wohlhabendster Vorort Aucklands) und den Mount Eden (saftig grĂŒn bewachsener Vulkankrater auf 196 Meter Höhe mit Ausblick auf die Skyline von Auckland und die Inseln im Haruki Golf) mit dem E-Roller erkundet haben, holen wir unseren vorab gemieteten PKW, einen Toyota mit Hybrid Antrieb, am Flughafen ab. Als Fahrerin bin ich alleine eingetragen, nachdem Lutz uns nun monatelang durch Asien ge"motorrollert" hat. In Neuseeland herrscht ebenfalls ĂŒberall Linksverkehr. Ich befĂŒrchte den Rechtsverkehr mĂŒssen wir erst wieder erlernen, wenn wir zurĂŒck in Deutschland sind. 😁

 

Unser erstes Ziel ist Coromandel Peninsula (in Maori Sprache/Te Tara-o-te-ika-o-MĂŁui), eine Halbinsel in der Region Waikato und liegt ca. 1 Autostunde entfernt von Auckland. FĂŒr die AucklĂ€nder ist es ein sehr beliebtes Naherholungsziel. Die Halbinsel hat an der OstkĂŒste außergewöhnlich schöne Bade- und SurfstrĂ€nde, die zu den attraktivsten des Landes zĂ€hlen. Im Landesinneren beispielhaftes, dicht bewaldetes Bergland aus tropischen und subtropischen GewĂ€chsen, Palmen, BĂ€umen und Riesen-Farnen. An der Westseite der Insel schmiegen sich charmante KleinstĂ€dte aus Goldrausch-Zeiten mit etlichen alten Goldminen an die KĂŒste des SĂŒd-Pazifik. Unsere Bed & Breakfast Lodge liegt in Thames, einer alten Goldminen Stadt, hoch oben auf einem wunderschön bewaldetem HĂŒgel mit Blick auf den Pazifik und wunderschönen SonnenuntergĂ€ngen. Unsere Gastgeber sind ein sympathisches Rentnerehepaar, die uns mit Tipps rund um die Halbinsel versorgen.

Coromandel Peninsula ist ĂŒbrigens ziemlich hart vom Zyklon getroffen wurden, ĂŒberall laufen die Bergungs - und Reparatur Arbeiten auf Hochtouren. Es sind noch nicht wieder alle Straßen freigegeben und wir mĂŒssen mehr Zeit einplanen fĂŒr unseren 1-Tages Road Trip auf der Halbinsel, Von der Westseite bis zur Ostseite gibt es viel zu sehen und zu erkunden. Wir sind erst spĂ€t am Abend, gegen 22:30 Uhr zurĂŒck. Mehr dazu im Foto-Blog. 

Den 2ten Tag auf Coromandel Peninsula mieten wir uns 2 FahrrĂ€der und fahren den bekannten Hauraki Rail Trail. Der knapp 200km lange Trail fĂŒhrt durch eine der eindrucksvollsten Landschaften der Region und ist fĂŒr alle FahrkĂŒnste und Fitnessstufen geeignet. Wir fahren an diesem Tag 90km und einen der schönsten Abschnitte des Trails, von Thames nach Waikino, auch hier sprechen die Fotos im Blog fĂŒr sich. Am Abend gegen 20:00 Uhr sind wir zurĂŒck und ich falle bewusstlos vom Rad. Es war anstrengend aber diese großartige Landschaft ist ĂŒberwĂ€ltigend und lĂ€sst mich schon am nĂ€chsten Morgen alle Zipperlein vergessen. Bevor wir abreisen, begehen wir noch einen kurzen Trail auf den nahegelegenen Hausberg, der allerdings auf Grund der AufrĂ€umarbeiten nur zum Teil erreichbar ist.

 

Tauranga

 

Es geht weiter ins 2 Autostunden entfernte Tauranga, dort findet aktuell der Wing-Foil-World-Cup statt, ein Highlight fĂŒr Lutz aber auch fĂŒr mich sehr spannend zu erleben, dĂŒsen hier doch die Besten der Besten aus aller Welt ĂŒbers Wasser.

In Tauranga ĂŒbernachten wir 2 NĂ€chte in einer Arbnb Unterkunft, eine Wohnung, in der auch 2 Monteure und ein anderes reisendes PĂ€rchen untergebracht sind. Wir haben eine GemeinschaftskĂŒche, essen Abendbrot und quatschen kurz mit einem der Monteure, ansonsten ist es ruhig und entspannt in der Wohnung. TagsĂŒber sind wir am Strand, ĂŒberwachen das Wing Foil Event😉...ist schon sehr spannend. Lutz trifft Tom wieder, einer der Organisatoren und Bekannter aus Mauritius. Ehemaliger Windsurf-Pro, der eigentlich alles auf dem Wasser kann auch Kiten und Wing Foilen. Nachdem die Beiden ihr Wiedersehen gefeiert haben, lassen wir ihn seinen Job machen und genießen die Show. Zwischen den Pausen erklimmen wir noch den direkt am Beach gelegenen Mount Maunganui und genießen einen fantastischen Ausblick in alle Richtungen.

 

Tauranga verlassen wir nach 2 Tagen in Richtung Rotorua. Auf dem Weg dahin, machen wir einen Stopp am Movie Set von Hobbiton. Alle begeisterten Fans von "Herr der Ringe" und "der kleine Hobbit" werden jetzt entzĂŒckt aufschreien. Wir unternehmen eine 2 stĂŒndige, gefĂŒhrte Tour durchs Hobbitland und sind ergriffen. Die Tour ist großartig, der Guide erzĂ€hlt die Geschichten, die eben hinter den Kulissen abliefen. Die Trilogie sowie "der kleine Hobbit" wurden tatsĂ€chlich alle an 150 Orten in Neuseeland gedreht. Der letzte Teil "RĂŒckkehr des Königs" gilt als der grĂ¶ĂŸte Fantasiefilm aller Zeiten. FĂŒr Peter Jacksons bedeutenden Beitrag der Verfilmungen von "Tolkiens fiktiver Mittelerde" zur Kiwi Filmindustrie, wurde er 2010 zum Ritter geschlagen. Er selber wuchs ĂŒbrigens in der NĂ€he von Wellington auf und konnte mit seinen Filmen, der Welt, die atemberaubenden Landschaften Neuseelands prĂ€sentieren.

 

Rotorua 

 

Rotorua erreichen wir ca. 1 Stunde nach unserer spannenden Hobbiton Tour. Das erste was uns auffÀllt, ist der unangenehme Geruch/Gestank von Schwefel, der in der Luft liegt. Hut ab vor den Einwohnern dieser Stadt. Das ist nicht so leicht auszuhalten. Puuuuh. Das Geheimnis dieses Geruchs ist folgender:

 

Durch seine Lage auf dem pazifischen Feuerring ist Rotorua bekannt fĂŒr seine "sprudelnden Schlammlöcher" und dem allgegenwĂ€rtigen Schwefelgeruch in der Stadt, die Teil des Vulkanplateaus der Nordinsel und der umliegenden Gebiete sind, insbesondere geothermische und vulkanische AktivitĂ€ten wie Geysire, heiße Quellen und sprudelnde aktive Schlammbecken und Teiche. In vielen Teilen der Stadt steigt heißer, nach Schwefel riechender Dampf aus TĂŒmpeln und Spalten auf, eine Touristenattraktion sowie ein Zeichen dafĂŒr, dass die Stadt auf einem Vulkan erbaut wurde. Die vielen heißen Quellen werden zum Baden und zur Hydrotherapie oder zum Heizen in den kĂŒhleren Jahreszeiten genutzt. Sie engagiert sich fĂŒr den Fortschritt als zweisprachige Stadt, in der sowohl te reo MĂŁori als auch Englisch unterstĂŒtzt und gefördert wird und einzigartig fĂŒr Aotearoa (Neuseeland) ist.

 

Lutz entscheidet sich fĂŒr einen Tag in einem der besten Bikeparks Neuseelands, einem wahren Mekka fĂŒr Mountainbiker mit vielen Trails, die sich auf einem Gebiet von 180km erstrecken. Ich besuche in der Zeit ein Maori Dorf mit Kulturprogramm, einer FĂŒhrung durchs Dorf und der Geschichte der Maori. Anschließend begebe ich mich noch auf eine Wanderung im Geothermal Park der sich rund um das Dorf erstreckt. Alles ist unglaublich beeindruckend. Nachdem ich den ĂŒberglĂŒcklichen Lutz mit heiß glĂŒhenden Wangen am Bike Park abgeholt habe, gönnen wir uns noch ein Bad in den "Secret Spot Hot Tubs", einem warmen Bad in einem Holzfass. Die Anlage ist wunderschön gestaltet, es gibt 12 FĂ€sser, ausgestattet mit einem Sonnenschirm, einer GetrĂ€nkekarte, wobei die GetrĂ€nke auf Knopfdruck bestellt und direkt ans Badefass geliefert werden. Eine witzige Idee und erfreut sich hoher Beliebtheit, gerade bei den Bikern die nach Stunden des Mountainbikens vom Berg kommen.

Bevor wir am nÀchsten Tag abreisen, besuchen wir noch den Redwoods Walk. 

Der beliebte Wanderweg schlĂ€ngelt sich durch atemberaubende kalifornische MammutbĂ€ume, die 1901 gepflanzt wurden. Mit einer Höhe von etwa 219 Metern bilden diese majestĂ€tischen BĂ€ume zusammen mit den unterpflanzten LĂ€rchen ein hervorragendes Refugium fĂŒr eine Vielzahl einheimischer Pflanzen und Vögel. Ein weiteres Merkmal dieser Route ist der Holzsteg, der durch alte Thermalbecken fĂŒhrt, die eine Vielzahl exotischer Wasserpflanzen beherbergen. Wir sind zu spĂ€terer Stunde unterwegs und somit fast allein auf dem Weg. Die letzten wĂ€rmenden Sonnenstrahlen brechen durchs GeĂ€st und wir fĂŒhlen die Magie des Ortes.

 

Tongariro Nationalpark

 

Unsere wie immer spontane Reiseroute fĂŒhrt uns weiter in den Tongariro Nationalpark aber nicht ohne Zwischenfall😂. Wir haben ca. 2 Stunden Autofahrt vor uns und kommen auf Grund unserer AktivitĂ€ten erst nachmittags um 15:00h aus Rotorua los. Bei bestem Wetter brausen wir durch die bergige, saftig grĂŒne Landschaft, an deren HĂ€ngen die Schafe und KĂŒhe weiden. Sie stehen manchmal so schrĂ€g am Berg, dass ich denke, sie fallen gleich hinab. 

Mein Telefon klingelt. Eine neuseelĂ€ndische Nummer, unsere Autovermietung. Sie fragen ob wir unseren SchlĂŒssel verloren haben, denn die Polizei hĂ€tte bei Ihnen angerufen und ihnen unser KFZ durchgegeben, der auf dem AnhĂ€nger des SchlĂŒssels steht. Wir lachen und sagen ihm, es muss eine Verwechslung sein, da wir ja aktuell on the road sind. Zur Musik wippend fahren wir weiter aber das GesprĂ€ch geht mir durch den Kopf. Ich schaue in das Fach in den ich den SchlĂŒssel immer lege, wenn ich einsteige, es ist leer. Es dauert einen Moment bevor ich begreife. Zum VerstĂ€ndnis fĂŒr euch Leser. Es ist ein keyless Car. Der Wagen hat kein ZĂŒndschloss und der SchlĂŒssel muss zum Öffnen, Starten und Schließen nur in der NĂ€he sein. GefĂ€hrlich🙈. Leider fahre ich links ran und stelle die ZĂŒndung ab, um den SchlĂŒssel zu suchen....fataler Fehler....denn nachdem wir den ganzen Wagen durchsucht haben und den SchlĂŒssel nicht gefunden haben, kann ich ihn natĂŒrlich ohne SchlĂŒssel nicht mehr starten. Wir mĂŒssen ihn auf dem Parkplatz am Auto verloren haben, als wir unsere Sachen in den Kofferraum rĂ€umten. Wir sind bereits etwas mehr als eine Stunde von Rotorua entfernt. So ein Mist. Wir rufen in der Polizeidienstelle in Rotorua an und sie bestĂ€tigen das der SchlĂŒssel bei ihnen liegt. Wir haben nur die Wahl ein Taxi zu bestellen oder uns von einer Art ADAC abholen zu lassen, der aber Stunden benötigen wĂŒrde, bis er bei uns ist und uns dann noch eine Stunde zur Polizei karren mĂŒsste. Wir beißen in den sauren Apfel und bestellen ein UBER Taxi, dass mich abholt, eine Stunde zur Dienststelle bringt und dann wieder zurĂŒck zum Auto bringt. Fragt lieber nicht, was uns das kostet.đŸ€‘

 

Ich fiebere schon der Alpine Tongariro Überquerung entgegen. Der Zusatz Alpine kommt 2007 dazu, da der Auf-und Abstieg von schnellen WetterumschwĂŒngen geprĂ€gt ist, die 2006 2 Menschen das Leben kosteten. Lutz habe ich die nötigsten Eckdaten gegeben, allerdings nur so halb erwĂ€hnt, dass die Route 19,4 km lang ist und eine Zeit von 6,5-9 Stunden eingeplant werden muss. Lutz ist kein so großer Hiking-Freund wie ich, muss ich an dieser Stelle nochmal kurz erwĂ€hnen.🙈 Der Hike ist fĂŒr den nĂ€chsten Tag geplant, allerdings kann ich den Shuttle Service vom Parkplatz bis zum Punkt des Aufstiegs (ca. 30 Minuten) nicht mehr buchen, da wir kein Internet in unserer kleinen Behausung auf dem Campingplatz haben. Wir entscheiden uns trotzdem hinzufahren, vielleicht sind ja noch 2 PlĂ€tze frei. Außerdem weiß ich nach einem Blick auf die Wetterkarte, dass wir es nur morgen machen können, blauer Himmel, keine Wolke und Sonnenschein sind vorausgesagt. Der Tag danach bringt Wolken und Regen, außerdem ist es unser Abreisetag. Diese Chance bekommen wir dieses Mal und nur am morgigen Tag. Gesagt, getan, wir bekommen noch 2 PlĂ€tze im Shuttle Bus, es soll so sein. Inzwischen sage ich ihm was auf uns zukommt aber nachdem ich ihm versichere, dass es ein einmaliges Erlebnis und die Belohnung einmalig sein wird, siegt auch bei ihm die Neugier. Zusammengefasst die Tour ist sehr anstrengend, der Aufstieg steil und mĂŒhsam, der Abstieg lang und nicht endend wollend mit wunden und heißen FĂŒĂŸen.... ABER die Durchquerung des SĂŒdkraters mit Blick auf den Mount Ngauruhoe, die Aussicht auf den Red Crater (eines noch immer aktiven Vulkans) und den grĂŒn/tĂŒrkis leuchtenden Emerald Lakes, ist alle MĂŒhen wert.

Übrigens....neben diesen landschaftliches Reizen diente der Mount Ngauruhoe (Schicksalsberg) als Filmkulisse im Film Herr der Ringe.

Am Abend sind wir platt, kochen uns Nudeln mit Pesto in der GemeinschaftskĂŒche des Campingplatzes, lernen noch 3 deutsche MĂ€dels kennen, die ebenfalls vorhaben die Tour zu machen und einer von ihnen geben wir noch aktiv Empfehlungen fĂŒr die Fidschi Inseln, wozu haben wir die Fidschi Connection. 😁

Der nĂ€chste Tag ist verregnet, wir ĂŒberlegen uns zwischen den Regenpausen eine kurze Wanderung zu machen und fahren anschließend in die nĂ€chste grĂ¶ĂŸere Stadt, um in einem CafĂ© das WLAN zu nutzen, denn ich habe seit Tagen  keine Zeit gehabt mich um den Reiseblog zu kĂŒmmern. Im Tongariro Nationalpark haben wir weder WLAN noch Internet. Zwischendurch schaue ich auf mein Handy, unsere nĂ€chste Unterkunft heißt uns fĂŒr diesen Tag herzlich willkommen......waaaaaas..... mir bleibt das Herz kurzzeitig stehen, wieso heute???? Ich check die Daten und tatsĂ€chlich, es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass ich mich im Datum getĂ€uscht habe. Wir hĂ€tten eigentlich heute Morgen um 10:00 Uhr auschecken mĂŒssen. đŸ˜±....Es ist jetzt 14h und ich prĂŒfe, wie lange wir fahren mĂŒssen.

 

Wellington 1

 

Knapp 4 Stunden Fahrt liegen bis nach Wellington vor uns und wir haben fĂŒr den darauffolgenden Tag noch kein FĂ€hrticket um auf die SĂŒdinsel zu gelangen, fĂ€llt uns ein. Lutz versucht unterwegs ein Ticket zu buchen aber scheitert klĂ€glich, denn was wir jetzt erst ĂŒber die Website erfahren, eine FĂ€hrverbindung ist seit Tagen wegen technischer Defekte ausgefallen und die andere FĂ€hrlinie ist heillos ĂŒberlastet auch online. Hm ...❓

Wir lassen es erstmal sein und nachdem wir pĂŒnktlich zum Sonnenuntergang in Welly eintreffen, unsere Unterkunft bei John liegt am Hang mit Blick auf die Bucht, wunderschön, probiere ich es kurz bevor wir zum Essen gehen, online ein Ticket zu bekommen. Und siehe da ...ganz kurz erscheinen im System 2 freie PlĂ€tze mit Auto, ich buche direkt, bekomme die Online Tickets auch sofort zugeschickt. Wer sagt es denn🙏 ...als wir es spĂ€ter spaßeshalber nochmal probieren, sagt das System wieder ...not available....und Error. Man soviel GlĂŒck muss man erstmal haben. 🍀...Wir erfahren ĂŒbrigens spĂ€ter, dass viele nicht so viel GlĂŒck hatten mit der FĂ€hre und keiner kann glauben, das wir so naiv und vertrĂ€umt, ein paar Stunden vor Abfahrt, online ein Ticket erwerben konnten. đŸ€—

Am nĂ€chsten Morgen reisen wir samt Auto mit der FĂ€hre bei Traumwetter auf die SĂŒdinsel Neuseelands.☀

SĂŒdhalbinsel

Abel Tasman Nationalpark

 

Am Mittag legt die FĂ€hre in Picton an. Unsere nĂ€chste Unterkunft ist im Abel Tasman Nationalpark bei Gregory. Hier gefĂ€llt es uns ausnehmend gut, leben wir doch hier mehr wie in einer Wohngemeinschaft als ÜbernachtungsgĂ€ste zu sein. Wir dĂŒrfen das gesamte Haus, incl. KĂŒche nutzen, abends sitzen wir beieinander und quatschen. Greg ist Lehrer und kann uns viel ĂŒber den Allgemeinzustand Neuseelands, die Politik und die Entwicklung von Kindern im Schulsystem Neuseelands, gerade auch Maori Kinder erzĂ€hlen. Er ist ca. Mitte 30, wir merken er brennt fĂŒr seinen Beruf und ist außerdem leidenschaftlicher Paraglider. Er gibt uns Empfehlungen fĂŒr die Umgebung, denen wir folgen. Wir machen eine recht steile KĂŒstenwanderung zum Wharariki Beach, die traumhaft schön ist. Uns begleiten blauer Himmel, WĂ€rme, Sonne und Schafe. 

Wer kennt ĂŒbrigens nicht den Bildschirmschoner von Windows, der Strand mit der joggenden Frau, ich selber habe ihn im Sommer oft auf dem Firmenbildschirm. Das ist der Wharakiri Beach an dem wir gerade sitzen und picknicken. 😊

 

Unser Weg fĂŒhrt uns durch das Landesinnere ĂŒber Murchison, wo wir eine Nacht verbringen, nach Christchurch. Auf der Fahrt halten wir im Abel Tasman Nationalpark noch an dem ein oder anderen Spot, wie die "Heilige Quelle der Maori" den Te WaikoropupĆ© Springs und am Split Apple Rock. Von Murchison nach Christchurch halten wir an den Maruia Falls und machen noch einen kleinen Abstecher nach Hammer Springs, in das nahe gelegene Skigebiet Christchurchs. (siehe Fotoblog)

 

Christchurch

 

In Christchurch verbringen wir eine Nacht, am nĂ€chsten Tag schauen wir uns die Stadt noch eine wenig an und sind ĂŒberrascht wie hĂŒbsch diese ist. Überhaupt sind die StĂ€dte in Neuseeland sehr hĂŒbsch, fĂ€llt uns immer wieder auf. Alles ist niedrig gebaut, es gibt keine HochhĂ€user, was sehr charmant anmutet. Dazwischen viel GrĂŒn. Da wir, wie fast jeden Tag, Traumwetter haben, geht es fĂŒr 2-3 Stunden in den Bikepark von Christchurch, der super schön gelegen mit einer umwerfenden Aussicht auf die rundum gelegene Umgebung und die pazifische KĂŒste ist. WĂ€hrend Lutz die Trails runterbraust, mache ich eine Wanderung bis zur Spitze und fahre mit der Seilbahn zurĂŒck ins Tal.

Ein wunderbares Erlebnis, fĂŒr mich als heute nur noch leicht Höhenkranke. Jahrelanges Üben, von Skifahren bis Hiken und rumgekletter in manchmal schwindelerregende Höhen, hatte eine heilende Wirkung. FrĂŒher war mir schon schlecht, wenn ich auf einen HĂŒgel spaziert bin.

 

Queenstown/Arrowtown und der Doubtful Sound

 

Unsere Tour geht am spĂ€ten Nachmittag weiter nach Twizel. Die Strecke fĂŒhrt durchs atemberaubende Landesinnere der Insel, vorbei am Lake Taupo. Wir ĂŒbernachten auf einem Campingplatz, der auch feste Mini Bungalows hat. Diese nennen sich hier Holiday Parks und sind gerade in der Nebensaison einigermaßen gĂŒnstig. Es gibt oft eine große GemeinschaftskĂŒche und wie auf CampingplĂ€tzen ĂŒblich, gemeinsame SanitĂ€ranlagen. Alles sehr gepflegt. Die GemeinschaftskĂŒchen laden oft zum Quatschen mit anderen Reisenden ein, wobei uns auffĂ€llt, dass sehr viele Deutsche in Neuseeland unterwegs sind. Wir schĂ€tzen ca. 70-80%. Gefolgt von Franzosen und Australiern.

Von Twizel reisen wir am nĂ€chsten Tag weiter nach Queenstown, in den sĂŒdlichsten Teil der SĂŒdinsel. Der Weg ist hier das Ziel. Unterwegs halten wir an traumhaften Spots, um kurz zu wandern und Fotos der außergewöhnlichen Landschaft zu schießen.

Von Queenstown haben wir schon viel von Reisenden auf den Fidschi Inseln gehört. Die kleine, gemĂŒtliche, schmucke Stadt schmiegt sich an den idyllischen Lake Wakatipu und ist umgeben von den SĂŒdalpen und die Bergkette "the Remarkables" (die Bemerkenswerten) mit ihren sĂ€gezahnartigen Gipfeln liegen auf der anderen Seite des Sees. Wir kommen bei warmen 23 Grad an, in kurzer Hose spazieren wir durch das pittoreske StĂ€dtchen und lassen den Abend bei Sonnenuntergang am See und einem Glas Wein ausklingen. Unsere Arbnb Unterkunft liegt wunderschön direkt vor den Remarkables, im Haus von Charlotte und Ivan. Sie stammt aus England, er aus Irland und nachdem sie vor 11 Jahren Neuseeland bereisten, entschlossen sie sich hierzubleiben. Mit ihrem sĂŒĂŸen Hund Sqrampy leben sie in Jacks Point, einem Vorort von Queenstown. 

Den 1ten Tag verbringen wir damit, Queenstown und Umgebung zu erkunden und uns in Arrowtown mit Philipp zu treffen, den wir von den Fidschi Inseln kennen und der hier auf einer Farm in der dazugehörigen Gin Destillerie fĂŒr Kost und Logis jobbt. 

Arrowtown ist eine malerische Siedlung, die am Arrow River liegt und in dem einst Gold geschĂŒrft wurde. Die kleine Siedlung wuchs in GoldgrĂ€berzeiten rasant, denn die Pioniere bauten kleine HĂ€user, GeschĂ€fte, Hotels und Kirchen. Davon sollen noch ĂŒber 60 erhalten sein. Die am Flussufer gelegene chinesische Siedlung ist eine besondere SehenswĂŒrdigkeit. Die um 1868 von chinesischen GoldgrĂ€bern errichtete Siedlung wurde durch Restaurationen wunderschön erhalten und man erfĂŒhlt die damalige Zeit.

Leider erwischen wir heute einen Regentag, an dem der Regen einfach nicht aufhören will. Somit fĂ€llt unsere Wanderung zum German Hill, am Fluss Arrow River entlang hinauf durch den Wald flach. Wir verbringen den Tag in 2 verschiedenen, gemĂŒtlichen CafĂ©s und nutzen am spĂ€ten Nachmittag eine kurze Regenpause fĂŒr einen Spaziergang am Arrow River und der Besichtigung der chinesischen Siedlung.

Am Abend verabschieden wir uns nach einem Tag voller spannender ErzÀhlungen von Philipp.

 

Wir erfahren von ihm mehr ĂŒber die Seite wwoofing, eine globale Bewegung, die es sich zur Aufgabe macht, Menschen aus aller Welt mit dem ökologischen Landbau, ebenfalls in aller Welt, zu verbinden. Reisende, Freiwillige, Neugierige, meistens mit geringem Budget besuchen kleine Bauernhöfe. WWOOFER unterstĂŒtzen bei der Hofarbeit und nehmen an der Tagesarbeit der Hosts teil, die ihnen im Gegenzug Kost und Logis anbieten. Manchmal bekommt man wohl auch ein wenig Geld. Die gegenseitige UnterstĂŒtzung dient ebenso zum Austausch von Erfahrung, Ideen, Wissen und Werten. Interessant ist aber auch zu erfahren, dass es wie ĂŒberall auch hier manchmal etwas chaotische, liebenswerte Geschichten gibt ĂŒber die man herzlich schmunzeln kann. Tolle Angebote und spannende Erfahrungen bietet das wwoofing ĂŒberall auf der Welt. FĂŒr Interessierte hier der Link: Erste Schritte | WWOOF

 

Am nÀchsten Morgen klingelt unser Wecker um 04 Uhr. Heute wollen wir zum Doubtful Sound.

Der Doubtful Sound/Patea ist ein Meeresarm (Fjord) im Fjordland Nationalpark. Er wird auch als der "Sound of Silence" bezeichnet. Der maorische Name ist Patea. Er verfĂŒgt ĂŒber eine FlĂ€chenausdehnung von 83,7 kmÂČ und eine LĂ€nge von 40,4km. Der Fjord entstand durch Gletscherbildung und misst an der tiefsten Stelle 421 m. Er trifft am Eingang auf die Tasmansee. Von Seesternen ĂŒber schwarze Korallen, sind dort auch Pinguine, Delfine und neuseelĂ€ndische SeebĂ€ren anzutreffen. Wir sollen an diesem Tag einen kleinen neuseelĂ€ndischen SeebĂ€ren spielen sehen. Die Pinguine und Delfine lassen sich nicht blicken.

Die Tour startet im 2 Stunden entfernten Manapouri. Die 2stĂŒndige Autofahrt von Jacks Point bis Manapouri ist an diesem frĂŒhen Morgen eher ein Höllentrip. In stockdunkler Nacht bei Starkregen (es gibt keine Straßenbeleuchtungen, es ist zu abgelegen) muss ich meine ganze Konzentration aufbieten, um dem Aquaplaning und den Ästen und Zweigen, die der nĂ€chtliche Sturm auf die Straße gepeitscht hat, Herr zu werden. Dazu kommt, dass wir beide natĂŒrlich um  diese nachtschlafende Zeit noch ziemlich mĂŒde sind. Doch kaum sind wir vor Ort, werden wir fĂŒr unsere Strapazen belohnt. 

Treffpunkt ist um 06:40Uhr, Abfahrt um 07 Uhr mit dem Boot ĂŒber den Lake Manapouri bis zum Ende des Sees. Dort werden wir mit einem Bus abgeholt, der uns ĂŒber den Wilmot Pass durch dichten Regenwald zum Fjord bringt. In Deep Cove gehen wir an Bord der Patea Explorer, einem speziell gefertigten Katamaran und lassen uns knapp 3 Stunden durch den Fjord schippern. Die AusfĂŒhrungen des Crew Sprechers sind interessant, aufschlussreich und spannend. Am Tag davor hat es geregnet und wir kommen in den Genuss von spektakulĂ€ren WasserfĂ€llen, teilweise nebelverhangenen Berggipfeln und einem sich stetig verĂ€nderndem Licht. 

Erschöpft aber glĂŒcklich sind wir am spĂ€ten Nachmittag gegen halb fĂŒnf wieder in unserer gemĂŒtlichen Unterkunft. Übrigens sind die Temperaturen innerhalb von 2 Tagen auf 11 Grad gesunken. Die "Remarkables" ĂŒberraschen uns am Tag unserer Abreise mit Schnee auf den Gipfeln.

 

Wanaka und der Franz Josef Gletscher

 

Auf dem Weg zum fĂŒnf Stunden entfernten Franz Josef Gletscher, wo wir uns 2 NĂ€chte in ein Hostel eingebucht haben, um den oder anderen exzellenten Trail zu bewandern, besuchen wir noch den außergewöhnlich schönen Ort Wanaka. Er hat eine atemberaubende Lage, zwischen Bergen und dem riesigen See Wanaka und ist bekannt fĂŒr zahlreiche OutdooraktivitĂ€ten, wie Kajaken, Skifahren, Mountainbiken, Jet Ski und vielem mehr. Ebenso bekannt ist der Ort fĂŒr internationale Triathlons bis hin zu Musik und Kunstfestivals. Der Tag ist wolkenlos und sonnig, dennoch kĂŒhler als wir es bisher gewohnt sind. Wir schlendern am See entlang, sonnen uns bei einem kleinen Picknick und schauen uns das kleine aparte StĂ€dtchen an. Nach 2 Stunden reisen wir weiter, wir haben noch 4 Stunden Autofahrt vor uns bevor wir unsere Unterkunft am Gletscher erreichen. Die Fahrt vergeht wie im Flug, denn wir halten an verschiedenen Stellen in den Bergen und des Pazifiks, um die Aussichten zu genießen. 

 

Am Franz Josef gibt es, außer ein paar UnterkĂŒnften und Restaurationen, einem Kiwi Wildlife Center und 2 BuchungsbĂŒros fĂŒr HelikopterflĂŒge (es lassen sich im 30 Minutentakt, Menschen fĂŒr sage und schreibe 223,50€ p/P. auf den Gletscher fliegen), nicht wirklich einen Ortskern. Unser Hostel ist voll ausgebucht, wir haben ein 2 Bett Zimmer, die GemeinschaftskĂŒche und Lounge  ist voller Leute aus aller Welt, die den ein oder anderen Trail wie wir begehen wollen. Es ist eine witzige Unterkunft, allerdings ist es auch ziemlich hellhörig, gut das ich meine Ohropax dabei habe. 

Wir kommen ziemlich spĂ€t am Abend an, kochen uns noch Spaghetti und gehen anschließend ins Bett, die Fahrt hat uns doch etwas geschafft.

Am nĂ€chsten Morgen schlafen wir bis 09 Uhr, frĂŒhstĂŒcken entspannt und bereiten uns unser Picknick fĂŒr diesen Tag. Geplant ist der Robert`s Point Treck. Der Weg ist ca. 12 km, sehr anspruchsvoll, steil und fĂŒhrt durch unterschiedlichstes GelĂ€nde, dass macht den Auf-und Abstieg technisch sehr interessant. außerdem gibt es 4 HĂ€ngebrĂŒcken und einige WasserfĂ€lle zu erleben. Bei Regen ist dieser Trail nicht begehbar. Am obersten Punkt, einer hölzernen Aussichtsplattform kann man den Franz Josef Gletscher aus nĂ€chster NĂ€he sehen. Ich brauche nicht zu erwĂ€hnen, dass die Trecks und Trails in Neuseeland auch um diese Jahreszeit, der Off Season, ziemlich voll sind. Da habe ich in Neufundland ganz andere Erfahrungen gemacht und nirgendwo konnte man Wildnis und Einsamkeit so sehr genießen wie dort. Nichtsdestotrotz sind es auch hier einmalige Erlebnisse. Wir sind gute 5 Stunden und 30 Minuten unterwegs, da wir noch einige Zeit auf der Aussichtsplattform sonnen und picknicken. 

Am Abend kochen wir uns nochmal Nudeln, dazu Salat und einen guten Rotwein mit dem wir feierlich auf den erlebten Treck anstoßen. Wir unterhalten uns mit einem Lehrerehepaar aus Deutschland, die ebenfalls ein Sabbatical Jahr seit letzten Jahr August erleben. Sie erzĂ€hlen uns von Amerika und Mexico. Zwischendurch waren sie immer mal wieder bei der Familie in Deutschland. Sie gestalten ihr Sabbatical, auf Grund verschiedener LebensumstĂ€nde, ein wenig anders als wir.

 

Ziemlich k.o. fallen wir ins Bett, frĂŒhstĂŒcken, packen unsere Sachen und machen noch 2 Trails, von insgesamt 3 Stunden. Der Franz Josef Glacier Walk fĂŒhrt uns am Flussbett unterhalb des Gletschers entlang, der andere Trail, der Callery Gorge durch einen magischen Wald bis zu einer HĂ€ngebrĂŒcke, von der wir in einen tosenden Canyon blicken können.

Am frĂŒhen Nachmittag geht es 2 Stunden weiter an der WestkĂŒste bis Greymouth. Hier ĂŒbernachten wir bei einer Familie, im Anbau des Hauses am anderen Ende des Gartens. Ganz gemĂŒtlich fĂŒr uns. Absolute Ruhe und Stille. Ganz ungewohnt nach den letzten beiden NĂ€chten. 😉

 

Morgen werden wir die Insel queren um nach Kaikoura an die sonnige OstkĂŒste zu kommen. Der Wettergott war uns an der WestkĂŒste mehr als hold, denn dort regnet es mind. 200 Tage im Jahr. Ab morgen ist ĂŒbrigens Regen an der WestkĂŒste angesagt, das Universum hat uns wohl besonders lieb.💛

 

Gedanken und Fakten:

 

- ich habe noch nirgendwo so viele ĂŒberfahrene Tiere gesehen wie hier. In der Regel sind es Possums und Katzen. Possums wurden in Australien gekidnappt und nach Neuseeland verschleppt wegen ihres Pelzes und Fells. (Die Australier lieben ihre Possums) Sie vermehrten sich wie die Karnickel und sind heute das meist gejagte Tier der Insel. Sie verwĂŒsten Farmen und fressen die Eier des vom Aussterben bedrohten Kiwi, dem Nationalsymbol und Wappentier der NeuseelĂ€nder. Und hier verstehen die NeuseelĂ€nder, die sich ebenfalls Kiwis nennen, ĂŒberhaupt keinen Spaß. Alles was ihrem sĂŒĂŸen Vögelchen, der nachtaktiv und fluguntauglich ist, gefĂ€hrlich werden kann, wird gnadenlos gejagt und gemeuchelt. Der wirklich entzĂŒckende Vogel hat ganz kurze FlĂŒgel und sehr schwere Knochen. Weil er aus diesen GrĂŒnden nicht fliegen kann, hat er sich auch nirgendwo sonst vermehren können. Es gibt ihn nur hier. Er sieht ganz schlecht und erschnuppert sich seinen Weg. Einzigartig in der Vogelwelt. Die NeuseelĂ€nder (Kiwis) lieben ihn so sehr, dass sogar eine Frucht nach ihm benannt wurde. Die uns bekannte Frucht.... die Kiwi.        


- In Neuseeland muss Outdoor AusrĂŒstung bei Einreise angegeben werden. Es wird noch am Flughafen desinfiziert, um zu verhindern, das Pilze und Bakterien eingeschleppt werden, die der einzigartigen Flora und Fauna Neuseelands zum VerhĂ€ngnis werden können. Wir beobachten hier großes Baumsterben.

 

- Der Kauri Baum auch Gott des Waldes genannt, gibt es ausschließlich auf der Nordinsel in Northland oberhalb von Auckland. Er hat fĂŒr die NeuseelĂ€nder aber vor allen Dingen fĂŒr die Maoris

eine tiefe Bedeutung. Tane Mahuta heißt der Ă€lteste und grĂ¶ĂŸte Kauri Baum Neuseelands. Er wird auf 1250-2000 Jahre geschĂ€tzt. Nun werden seine Wurzeln von der Dieback Desease, einer Pilzart, die fĂŒr die Kauri BĂ€ume tödlich ist, befallen. Dabei beschĂ€digt er das Gewebe der Wurzeln die NĂ€hrstoffe und Wasser in den Baum transportieren, so verhungert der Baum. Nahezu alle infizierten Kauri-BĂ€ume sterben mit der Zeit. Die Erreger und Bakterien sind unsichtbar, leider gibt es Stand jetzt keine Behandlungsmethode gegen diese Krankheit.

"Maori verbinden den Kauri-Baum auch mit Walen (Tohora). Nach Maori Genealogie (Whakapapa) sind Kauri und die Tohora BrĂŒder. Es wird angenommen, das Tane (Gott des Waldes) den Wal an Tanaroa (Gott des Meeres) geschenkt hat, wodurch Kauri-BĂ€ume ihre einzigartigen Schuppen fĂŒr Rinde haben. Die Ältesten der Maori verbinden heute oft die Strandungen von Walen mit den KĂ€mpfen des Kauri-Baums, der fĂŒr das Kauri Dieback Disease anfĂ€llig ist und darunter leidet."
Lutz und mich erschĂŒttert das Sterben des Kauri Baumes und anderer Baumarten sehr.  Wir nutzen  jede Gelegenheit zum Reinigen unserer Schuhe an Reinigungsstationen, wenn vorhanden und die Orte der Kauri BĂ€ume meiden wir ganz. Wir sehen sie dann zwar nicht aber möchten auch nichts zu deren Aussterben beitragen. Wir können nur jedem empfehlen die Regionen des Kauri Baumes NICHT zu besuchen. Das ist was jeder persönlich dazu beitragen kann

 

Kaikoura

 

In Kaikoura entspannen wir 2 Tage, spazieren, sonnen und lesen mal wieder. Wir sind lĂ€nger nicht mehr dazu gekommen, da unsere AktivitĂ€ten uns auf Trab halten.😅 Außerdem besuchen wir die SeebĂ€ren Kolonie, die dicht besiedelt am Strand von Kaikoura Zuhause ist. Die sĂŒĂŸen Tierchen sind kaum menschenscheu und wir halten gebĂŒhrend Abstand. 💓

 

Weingut Hans Herzog/Marlborough 

 

Nach Kaikoura geht es weiter an der KĂŒstenstraße nach Marlborough, eines der bekanntesten, schönsten und sonnigsten Weinanbaugebiete Neuseelands. Wir haben uns, anlĂ€sslich Lutz Geburtstag auf dem Weingut von Hans Herzog eingebucht. Heimelig zwischen Weinreben liegt unsere entzĂŒckende Unterkunft, das Rose Cottage. Bei unserer Ankunft werden wir mit einer Flasche vorzĂŒglichem Rose Champagner begrĂŒĂŸt. Es gibt eine FĂŒhrung ĂŒber das Weingut einschließlich der Historie ĂŒber den Schweizer Hans Herzog, der Anfang der 80ziger mit seiner Frau Therese als Winzer nach Neuseeland ĂŒbersiedelt. Wir werden durch die Winery und den Weinkeller gefĂŒhrt. Hier erfahren wir alles ĂŒber Herstellung, Trauben und Lagerung.

 

Unser Fazit: Ein wunderbares Erlebnis eines sehr schönen und persönlichen Weinberges. Hervorragender Wein, der mit viel Liebe und Leidenschaft in einem excellenten Weingut hergestellt wird. Dank an Ladina, die uns anschaulich, kompetent und leidenschaftlich gefĂŒhrt hat.

 

Am Morgen von Lutz Geburtstag werden wir ĂŒbrigens persönlich von Hans Herzog mit einem leckeren FrĂŒhstĂŒck verwöhnt. Ein sehr besondere WertschĂ€tzung von GĂ€sten, wie wir finden. Er ist ein sehr sympathischer, fröhlicher und interessanter GesprĂ€chspartner. Nach 2 wunderbaren Tagen auf dem Weingut, fahren wir mit etwas Wehmut weiter nach Picton um von dort die FĂ€hre zurĂŒck auf die Nordinsel zu nehmen.

 

Leider fallen alle FĂ€hren auf Grund von Sturmwarnungen auf der Cookstraße (MeeresĂŒberfahrt) aus. Dazu muss man sagen, dass es im Februar zu einem Breakdown einer der FĂ€hren kam, dann gab es den Zyklon, der vieles ĂŒberflutete und seitdem haben die beiden FĂ€hranbieter große Probleme, den RĂŒckstau auf Grund der Ereignisse, aufzuholen. Wir waren ein wenig darauf gefasst, hĂ€tten es uns aber anders gewĂŒnscht. Bedeutet dies, das Auto zurĂŒckzulassen und teuer fĂŒr die ÜberfĂŒhrung des Wagens zurĂŒck nach Auckland bezahlen zu mĂŒssen. Desweiteren benötigen wir einen neuen Wagen, um die letzten 12 Tage auf der Nordinsel mobil zu sein und einen Flug von Picton (SĂŒdinsel) nach Wellington (Nordinsel). Dazu eine Übernachtung in Picton. Dies alles erledigen wir am Vormittag, wĂ€ren wir doch eigentlich mit der 07:00 Uhr FĂ€hre gefahren, allerdings auch nur Stand By, denn Tickets sind seit Wochen ausverkauft. 

Nachdem wir alles Nötige veranlasst haben, versuchen wir den restlichen Sonnentag zu genießen und uns zu entspannen.

 

ZurĂŒck auf der Nordinsel

Wellington 2

 

Vor ĂŒber 12 Jahren lernte ich auf einer Hochzeit in Hamburg ein PĂ€rchen kennen, Ruth und Nick. Wir hatten so viel Spaß zusammen, dass sie mich damals spontan zu ihrer Abschlussfeier, anlĂ€sslich ihres Umzugs nach Neuseeland, einluden. Nick ist NeuseelĂ€nder und wollte nach ein paar Jahren in Hamburg, zurĂŒck in die Heimat. Wir schrieben uns damals noch einige Mal per Mail bis der Kontakt einschlief. An die Beiden und diese Emails erinnere ich mich und werde schnell fĂŒndig. Kurz entschlossen probiere ich es auf Ruths Email Adresse und bekomme prompt eine Antwort. Ja, es wĂŒrde ihnen beiden gut gehen und das sie nach wie vor in Wellington lebten. Inzwischen hĂ€tten sie ein Haus gekauft und wĂŒrden sich wahnsinnig ĂŒber einen Besuch freuen. Gesagt getan, als wir ob der Odysee mit der FĂ€hre, nun mit einem kleinen Miniflugzug in Wellington landen, holen sie uns vom Flughafen ab. Wir drĂŒcken und freuen uns. Es folgt ein feuchtfröhlicher Abend mit spannendem Austausch.

Nachdem wir Welly bei unserem 1ten Besuch so schĂ€ndlich vernachlĂ€ssigten, besuchen wir am nĂ€chsten Tag das Nationalmuseum, in der Kurzform Te Papa genannt, das nicht nur das Ziel hat, das Erbe der Kulturen und das Wissen ĂŒber die Natur des Landes zu prĂ€sentieren, zu erhalten und zu erforschen und seine Geschichte wertzuschĂ€tzen, sondern prĂ€sentiert auch Ausstellungen zu den Themen MĂŁori-Kultur, die Kultur der pazifischen Inseln, Neuseelandkriege, Siedlungsgeschichte, Natur und Wissenschaft. 

Außerdem fahren wir noch mit dem Wellington Cable Car, einer rote Seilbahn die durch Tunnel und BrĂŒcken, die Passagiere ĂŒber Zwischenstationen  von 3 Wohngegenden auf den höchsten Punkt der Stadt zu einem botanischen Garten bringt, und haben von dort einen fantastischen Ausblick auf die Hauptstadt Neuseelands.

 

New Plymouth und der Egmont Nationalpark

 

Am spĂ€ten Nachmittag geht es weiter an die WestkĂŒste der Nordinsel, nach Oakura an die WestkĂŒste der Nordinsel, um die Ecke von New Plymouth. Hier haben wir fĂŒr 6 Tage ein Arbnb gebucht und wohnen wir mit Lena und Lauchie in ihrem wunderschönen Haus, 200 m vom Strand entfernt. Lutz hat hier fĂŒr eine Woche Windsurfmaterial bei Jason ausgeliehen und nun bleibt zu hoffen, dass dieser auch kommt.

 

Tipp: Sollte es hier mitlesende Windsurfer geben, die sich in Neuseeland ohne Material aufhalten, meldet euch per Mail bei Heidi ĂŒber ihre Seite www.waternomadsnz@co.nz . Sie verleiht mobil Material auf beiden Inseln. 

 

Wir haben viel Sonne, erkunden den Coastal Walk und fahren an einen der  Windurfspots in der NĂ€he. Der Einstieg ist recht schwierig, denn der fĂŒhr ĂŒber etwa 200m felsigen und steinigen Untergrund mit dem Material in der Hand eine nervige Angelegenheit. Ich klettere hinterher und muss schauen mich auf den Beinen zu halten. Am Wasser angekommen brechen direkt 2-3 Meter hohe Wellen. Lutz kĂ€mpft sich durch die Wellen aber trotz 15 Knoten ist es zu wenig Wind.

Der darauffolgende Tag ist fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Hikingtour zum Mount Taranaki eingeplant, ein ĂŒber 2500 Meter hoher Vulkan, der im Egmont Nationalpark liegt und schon durch seine gigantischen Ausmaße und seine Wohlgeformtheit eine echtes Highlight ist. Die letzte Eruption war Anfang des 19ten Jahrhunderts und ist ein SchlĂ€fer. Ich habe mich gegen die Kraterbesteigung entschieden, Lutz hat von vornherein abgewunken, da er auch keine entsprechende AusrĂŒstung hat und auf Grund dessen hier schon auf 2 Trecks an seine Grenzen gestoßen ist. Die Tour zum Krater betrĂ€gt ca. 8-10 Stunden und sollte dementsprechend gut geplant sein. Sie soll außerdem an manchen Stellen mit Ă€ußerst schwierigen Kletterpartien einhergehen, sollte man sich dazu entschließen ist hier evtl. ein Guide von Vorteil. 

Wir entscheiden, das gut ausgebaute Wegenetz um den Vulkan herum zu nutzen und sind mit Pause ca. 5 Stunden unterwegs. Lutz entschließt sich nach 2,5 Stunden Aufstieg und einem Picknick an der Alpin HĂŒtte auf mich zu warten, ich gehe den Rest des Trecks bis zum Maude Peak und hole ihn anschließend an der HĂŒtte wieder ab.

An den nÀchsten beiden Tagen gibt es Wind. Lutz ist selig und surft mit seinem neuen Windsurfkumpel Jason und der restlichen Windsurfcommunity von morgens bis abends. 

SpÀter am Abend sitzen wir oft mit unseren wunderbaren Gastgebern Lena und Lauchie zusammen. Mal kochen und essen wir zusammen, mal quatschen wir bis spÀt vor dem Kamin  Es hat auf Anhieb zwischen uns gefunkt und wr 4 verstehen uns prÀchtig. 

Nach einer wunderbaren sonnigen Woche mit all den AktivitĂ€ten, die wir uns gewĂŒnscht haben, geht es zurĂŒck, dahin wo vor 6 Wochen diese traumhafte Reise begann. 

 

Auckland

 

Es ist das Osterwochenende, dass selbstverstĂ€ndlich auch in Neuseeland zelebriert wird. Es ist eben statt FrĂŒhling, Herbst aber das stört uns nicht weiter, denn bei diesen mediterranen Temperaturen fĂŒhlt es sich eher sommerlich an. Wir werden das Wochenende bei meiner Schulfreundin aus Kindertagen in Westafrika/Ghana verbringen. Wir sind seit Jahren ĂŒber die sozialen Netzwerke sporadisch in Kontakt geblieben. Nun haben wir die einmalige Gelegenheit uns nach 37 Jahren wieder in die Arme zu schließen und das machen wir genauso. Wir verbringen gemĂŒtliche, sonnige und aktive Tage bei Annebel und ihrer Familie. Den Ostersonntag verbringen wir in einem historischen Dorf der Siedler, am Ostermontag mache ich eine 8km Hikingtour mit Annebels Mann Leon. 

Ich werde zurĂŒck in Hamburg die Berge sowas von vermissen.😟

Am Dienstag feiern wir gemeinsam den 86ten Geburtstag von Annebels Vater, ihn nochmal sehen zu können ist sehr besonders. Ich erinnere ihn noch sehr gut und positiv aus meinen Kindertagen. Wir frischen natĂŒrlich auch tĂ€glich unsere Erinnerungen aus diesen Tagen auf. 😃

Annebel erinnert eindeutig mehr als ich. Davon profitiere ich und erfreue mich der vielen Geschichten. 

Dann heißt es Abschied nehmen. Unsere Reise und unser Jahr des Reisen neigt sich dem Ende. 

Unser letzter Stopp auf dem Weg zurĂŒck in die Heimat wird Singapore sein. 

Wir verabschieden uns nicht nur von Annebel und ihrer sympathischen Familie, sondern auch von einem der fĂŒr mich, schönsten und der Natur variantenreichsten LĂ€ndern der Welt, sondern auch von unglaublich interessanten, sympathischen und tollen Menschen, die wir auch hier ĂŒberall kennenlernen durften. 💓

Singapur 

 

Über Australien fliegen wir von Auckland aus nach Singapur. Die  letzte Station unserer einjĂ€hrigen Reise durch die Welt. Der Flughafen Changi in Singapur allein ist schon eine Reise wert.

ZurĂŒck im tropischen Klima, wohnen wir sehr zentral im Stadtteil Bugis, dass mit seinen bunten kleinen Vierteln, Restaurants, MĂ€rkten und GeschĂ€ften, viel zu bieten hat. Ein einfaches öffentliches Verkehrsnetz von Bussen und Bahnen bietet uns mit unserem 3-Tage-Ticket, die Stadt mit all ihren SehenswĂŒrdigkeiten zu erkunden. Marina Bay, Gardens of Bay, den Avatar Park, den Floral Garden, die kleine Insel Sentosa, alles sehr prachtvoll, glitzernd und schön. NatĂŒrlich schlendern wir auch durch die riesigen Einkaufs-Malls, die einfach architektonisch schön gebaut sind und das Gesamtbild dieser Stadt rund machen und durch den entzĂŒckenden bunten Bazar in Chinatown.

 

An einem Abend essen wir in unserem bunten Viertel Bugis, an einem anderen auf dem Abendmarkt in Bugis. An unserem letzten Abend gönnen wir uns ein Abendessen auf dem Roof Top von Marina Bays Restaurant Lavo. Der Ausblick ist wahnsinnig und man kann nicht nur ein farbenfrohes Wasserballett, sondern auch die komplette Skyline von Singapur bewundern. Die Poollandschaft auf dem Dach darf man nur nutzen, wenn man Hotelgast ist.

 

Wissenswertes zu Singapur:

 

Singapur ist eines der reichsten, saubersten LĂ€nder der Welt. Der Stadtstaat wurde als britische Kolonie gegrĂŒndet und ist flĂ€chenmĂ€ĂŸig der kleinste Staat SĂŒdostasiens und hat ca. 4 Millionen Einwohner.  Das Klima ist tropisch. Es verbindet westliche, indische, chinesische sowie malaysische EinflĂŒsse. In Singapur werden 4 Sprachen gesprochen. Malaiisch, Englisch, Mandarin und Tamil. Singapur gilt als weltweit wichtiger Finanz-und Handelsplatz, das Durchschnittseinkommen ist doppelt so hoch wie in Deutschland.

Auf Drogenbesitz steht die Todesstrafe, die Einfuhr und der Handel von Kaugummis ist verboten (um Straßenverschmutzungen- und verklebungen zu vermeiden), Trinkgelder sind unĂŒblich. Auf Nicht SpĂŒlens öffentlicher Toiletten steht eine Strafe von 150 Singapur Dollar und das nackte Herumrennen in den eigenen 4 WĂ€nden, wenn von außen einsehbar, ist verboten. 

In AufzĂŒgen sind installierte Sensoren, die das Urinieren in FahrstĂŒhlen anzeigt und TĂ€ter bis zum Eintreffen der Polizei bei geschlossenen FahrstuhltĂŒren festhĂ€lt.

 

Am Abflugtag nehmen wir noch ein Bad im Roof Top Pool unseres Hotels, genießen ein paar Sonnenstrahlen, besuchen das Art Science Museum und machen uns am Abend mit der Bahn auf zum Flughafen. Unser RĂŒckflug geht am Abend gegen 22 Uhr. Am 16.04. um 06:40 landen wir in Helsinki, wo ich jetzt in einem CafĂ© am Flughafen diese Zeilen tippe. Um kurz vor elf geht unser Weiterflug nach Hamburg. 

 

Wir werden oft gefragt, ob wir traurig sind, dass unser Sabbatical vorbei ist. Eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage, es ist eher eine Mischung aus unterschiedlichen Empfindungen. Wir freuen uns auf Familie und Freunde, unsere Wohnung, nicht so sehr auf unseren Alltag mit Verpflichtungen, Terminen und das FRÜHE AUFSTEHEN. Das haben wir das ganze Jahr sehr genossen...einfach zu schlafen bis wann wir wollen. 😊 Allerdings wird auch das Reisen irgendwann alltĂ€glich, Ziele herausarbeiten, FlĂŒge & UnterkĂŒnfte buchen, wie kommen wir von A nach B. Wir sind so viel gereist auch innerhalb aller LĂ€nder, dass es uns nun erstmal froh stimmt, nicht mehr aus dem Rucksack zu leben, ein Zuhause zu haben, zu rasten und zu ruhen.

Fehlen wird uns von Herzen das Aufeinandertreffen mit unterschiedlichsten Menschen und Kulturen, das freie Leben jederzeit entscheiden zu können wo und mit wem wir sein wollen, der Einklang mit der jeweils landestypischen Natur, die Berge, das Meer, die Seen... das durch die Welt bummeln. Wir sind dankbar fĂŒr jeden Augenblick in diesem so sehr aufregenden, abenteuerlichen Jahr, dass uns keine Grenzen gesetzt hat.🙏